- Bevor es Cocktails gab – Die ersten Mischgetränke
- Wusstest du schon?
- 1806: Eine der ersten Definitionen des Cocktails
- Woher kommt eigentlich das Wort „Cocktail“?
- Der Cocktail wird zum Handwerk
- Die großen Klassiker erobern die Bars
- Die goldene Ära der Cocktails
- Prohibition: Als Alkohol verboten wurde
- Cocktail werden international
- Rum, Tiki und die Lust auf Exotik
- Die Cocktail-Flaute: Als es plötzlich süß und bunt wurde
- Die Cocktail-Renaissance
- 7 Cocktail-Fakten, die viele nicht kennen
- Die Cocktail-Grundfamilien
- Von der Cocktailgeschichte zur eigenen Home-Bar
- Eine kleine Zeitreise durch die Geschichte des Cocktails im Überblick
- Vom klassischen Rezept zum eigenen Signature Drink
- Welcher Cocktail-Typ bist du?
Wer heute einen Cocktail bestellt, denkt wahrscheinlich nicht unbedingt über dessen Geschichte nach. Man bestellt einen Negroni, weil man es gerne bitter mag. Einen Daiquiri, weil Limette und Rum nach Sommer schmecken. Oder einen Old Fashioned, weil man Whiskey eben gerne ohne viel Schnickschnack trinkt.
Aber hast du dich schon einmal gefragt, woher der Cocktail eigentlich kommt? Vermutlich nicht! Und genau für solche Fragen sind wir da. Denn heute schauen wir mal auf die Geschichte des Cocktails. Wer hatte die Idee, Spirituosen mit Zucker, Wasser, Bitters, Früchten oder Gewürzen zu kombinieren? Warum heißt der Cocktail überhaupt „Cocktail“? Und warum haben ausgerechnet Prohibition, Seefahrer, Apotheker und Hollywood etwas mit seiner Entwicklung zu tun?
Die kurze Antwort lautet: Die Geschichte des Cocktails ist mindestens genauso spannend wie der Drink selbst. Und sie ist eine Geschichte voller Erfindergeist, Zufälle, Trends und manchmal auch ziemlich viel Alkohol.
Also: Glas bereitstellen, Eiswürfel einfüllen und wir machen eine kleine Zeitreise.
Bevor es Cocktails gab – Die ersten Mischgetränke

Der Cocktail wurde nicht eines schönen Tages von einem einzelnen Barkeeper erfunden. Vielmehr entwickelte er sich über viele Jahrhunderte hinweg aus unterschiedlichen Trink- und Mischtraditionen.
Schon lange bevor jemand einen Martini bestellte, wurden Spirituosen mit anderen Zutaten kombiniert. Ein gutes Beispiel für mich ist der Punch. Spirituose, Wasser, Zucker, Zitrusfrüchte und Gewürze wurden miteinander vermischt. Punch war vor allem im 17. und 18. Jahrhundert beliebt und wurde häufig in großen Schalen für mehrere Personen serviert.
Auch Getränke wie Toddy, Julep oder Shrub gehören zu den Vorläufern der modernen Cocktailkultur.
Die Grundidee war eigentlich ziemlich logisch: Spirituosen konnten kräftig und manchmal rau schmecken. Zucker machte sie zugänglicher, Früchte sorgten für Säure und Frische, Gewürze brachten zusätzliche Aromen. Und plötzlich wurde aus einer Spirituose ein vollkommen neues Getränk.

Wusstest du schon?
Viele klassische Cocktails basieren bis heute auf genau diesem Prinzip:
Spirituose + Süße + Säure oder Bitterkeit + Wasser = Balance
Natürlich ist nicht jeder Cocktail nach diesem Schema aufgebaut. Aber wenn man sich viele Klassiker anschaut, erkennt man erstaunlich schnell gemeinsame Grundideen.
1806: Eine der ersten Definitionen des Cocktails
Einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Cocktails finden wir im Jahr 1806. In einer amerikanischen Zeitung erschien damals eine Definition des Begriffs „Cocktail“.
Sinngemäß wurde ein Cocktail als eine Mischung aus Spirituose, Zucker, Wasser und Bitters beschrieben. Und jetzt wird es interessant. Denn diese Beschreibung erinnert verblüffend stark an einen Cocktail, den wir heute noch kennen:
Den Old Fashioned.
Whiskey, Zucker, Bitters und etwas Wasser, mehr braucht es im Grunde nicht.
Der Old Fashioned ist deshalb nicht einfach nur ein weiterer Klassiker auf der Barkarte. Er verkörpert ein sehr ursprüngliches Verständnis davon, was ein Cocktail überhaupt sein kann.
Eine gute Spirituose muss nicht von zehn anderen Zutaten überdeckt werden. Manchmal reichen vier Komponenten. Und genau das macht den Old Fashioned bis heute so beliebt.
Woher kommt eigentlich das Wort „Cocktail“?
Jetzt wird es etwas komplizierter. Denn obwohl der Begriff bereist Anfang des 19. Jahrhunderts dokumentiert ist, ist seine genaue Herkunft bis heute nicht eindeutig geklärt.
Und genau deshalb gibt es zahlreiche Theorien.
Eine der bekanntesten Geschichten erzählt von einer Wirtin namens Betsy Flanagan, die angeblich die Drinks ihrer Gäste mit den Federn eines Hahns dekoriert haben soll. Andere Erklärungen beziehen sich auf Pferde und deren kupierte beziehungsweise „cocked tails“.
Wieder andere Theorien führen den Begriff auf ältere sprachliche oder gesellschaftliche Zusammenhänge zurück. Das Problem? Keine dieser Erklärungen ist zweifelsfrei bewiesen.
Vielleicht ist das aber auch ganz passend. Schließlich gehört ein bisschen Mythos zur Geschichte des Cocktails einfach dazu.
Der Cocktail wird zum Handwerk
Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Barkultur vor allem in den USA rasant weiter. Bars, Saloons und Hotels wurden zu wichtigen Treffpunkten. Spirituosen wie Whiskey, Gin, Rum und Brandy wurden immer häufiger miteinander kombiniert.
Und irgendwann wurde aus dem einfachen Mischen ein richtiges Handwerk. Und ein Name darf dabei nicht fehlen: Jerry Thomas
Jerry Thomas gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der frühen amerikanischen Geschichte des Cocktails. 1862 veröffentlichte er sein berühmtes Buch: „How To Mix Drinks: or, The Bon-Vivant’s Companion“.
Das Werk gilt als eines der bedeutendsten frühen Cocktailbücher. Jerry Thomas beschrieb darin zahlreiche Drinks und Zubereitungsmethoden und machte damit etwas, das heute selbstverständlich erscheint:
Cocktailrezepte wurden systematisch aufgeschrieben und weitergegeben. Der Barkeeper wurde damit immer mehr zum „Handwerker“.
Nicht nur die Zutaten waren wichtig, sondern aus:
- das richtige Mischverhältnis
- die Temperatur
- die Zubereitung
- das Eis
- das Glas
- die Präsentation
Die Grundlage für die moderne Barkultur war gelegt.
Die großen Klassiker erobern die Bars

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Drinks, die wir heute als Klassiker bezeichnen.
Und das Faszinierende daran: Viele davon funktionieren noch immer.
Old Fashioned
Whiskey, Zucker, Bitters und Wasser.
Ein Drink, der zeigt, wie elegant Einfachheit sein kann.
Manhattan
Whiskey, roter Wermut und Bitters.
Der Manhattan zeigt gleichzeitig, wie wichtig Wermut für die Entwicklung klassischer Cocktails wurde.
Martini
Gin und trockener Wermut – zumindest in seiner klassischen Grundidee.
Heute gibt es unzählige Varianten und Diskussionen darüber, wie trocken ein Martini eigentlich sein sollte.
Daiquiri
Rum, Limette und Zucker.
Drei Zutaten, die zusammen erstaunlich viel können.
Negroni
Gin, roter Wermut und Bitterlikör.
Bitter, aromatisch, kräftig und mittlerweile einer der bekanntesten Klassiker überhaupt.
Margarita
Tequila, Limette und Orangenlikör.
Ein Cocktail, der eindrucksvoll zeigt, wie Tequila seinen festen Platz in der internationalen Cocktailwelt gefunden hat.
Die goldene Ära der Cocktails

Im frühen 20. Jahrhundert wurde Cocktail trinken zunehmend mit einem bestimmten Lebensgefühl verbunden. Elegante Hotels, Bars, Clubs und Restaurants machten Cocktails zu einem Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Cocktails wurden zum Symbol für Eleganz, Nachtleben, Reisen und Genuss.
Und dann kam ein Ereignis, das die amerikanische Geschichte des Cocktails massiv verändern sollte.
Prohibition: Als Alkohol verboten wurde
Von 1920 bis 1933 galt in den USA die Prohibition. Herstellung, Verkauf und Transport alkoholischer Getränke wurden weitgehend verboten. Das bedeutete allerdings nicht, dass plötzlich niemand mehr Alkohol trank. Denn genau das Gegenteil war der Fall. Der illegale Alkoholkonsum führte unter anderem zum Aufstieg der sogenannten Speakeasies (Flüsterkneipen). Das waren versteckte Bars und Treffpunkte, die teilweise nur über Kontakte oder ein Passwort zugänglich waren.
Und die Prohibition hatte einen überraschenden Nebeneffekt:
Sie veränderte die Cocktailkultur.
Viele Barkeeper verließen die USA und gingen nach Europa oder in andere Länder. Cocktailwissen verbreitete sich dadurch international. Gleichzeitig wurde Alkohol teilweise von zweifelhafter Qualität verwendet. Cocktails boten eine Möglichkeit, solche Spirituosen mit anderen Zutaten geschmacklich auszugleichen. Auch Zucker, Säfte und aromatische Zutaten spielten deshalb eine wichtige Rolle.
1933 war die Prohibition vorbei. Die Cocktailkultur aber hatte sich nachhaltig verändert.
Cocktails werden international
Nach dem Ende der Prohibition verbreitete sich die Cocktailkultur zunehmend über die USA hinaus. Große Hotels und elegante Bars in Europa wurden wichtige Treffpunkte für Cocktailfans.
Cocktails wurden internationaler und gleichzeitig experimenteller. Gin, Rum, Whiskey, Brandy und später auch Tequila und Wodka wurden miteinander kombiniert.
Dabei entstanden regionale Interpretationen und neue Klassiker. Cocktails waren längst nicht mehr nur amerikanische Drinks. Sie wurden zu einem internationalen Teil der Genusskultur.
Rum, Tiki und die Lust auf Exotik

Nach dem zweiten Weltkrieg kam eine neue Cocktailrichtung hinzu, die bis heute fasziniert:
Tiki. Plötzlich ging es um tropische Früchte, Rum, Gewürze und exotische Namen.
Drinks wie Mai Tai oder Zombie wurden zum Sinnbild für Fernweh. Die Tiki-Kultur war dabei weit mehr als nur ein Cocktailtrend.
Bars wurden aufwendig dekoriert, Drinks in besonderen Gefäßen serviert und ganze Fantasiewelten geschaffen. Der Cocktail wurde zum Erlebnis. Und genau das ist ein Gedanke, der uns bis heute begleitet:
Ein guter Cocktail soll nicht nur schmecken. Er darf auch eine Geschichte erzählen.
Die Cocktail-Flaute: Als plötzlich süß und bunt wurde
Nicht jede Phase der Geschichte des Cocktails war eine goldene Ära. In den 1970er- und 1980er-Jahren verloren viele klassische Cocktailtechniken an Bedeutung. Statt sorgfältig ausbalancierter Drinks dominierten häufig süße, fruchtige und unkomplizierte Mischungen.
Fertigmischungen und industrielle Zutaten hielten Einzug. Das war natürlich praktisch. Aber mit klassischem Barhandwerk hatte es teilweise nicht mehr viel zu tun. Der Cocktail wurde für viele zum einfachen Partydrink.
Und dann passierte etwas Entscheidendes: Die Klassiker kamen zurück.
Die Cocktail-Renaissance
Ab den 1990er-Jahren und besonders im neuen Jahrtausend begann eine regelrechte Renaissance der Cocktailkultur. Barkeeper beschäftigen sich wieder mit alten Rezepten. Historische Cocktailbücher wurden neu entdeckt.
Klassiker wurden neu interpretiert. Und plötzlich interessierten sich immer mehr Menschen wieder für die Frage: Was macht eigentlich einen wirklich guten Cocktail aus?
Die Antwort bestand nicht unbedingt in immer mehr Zutaten. Ganz im Gegenteil. Es ging wieder um Qualität und Balance, gute Spirituosen, frische Zitrusfrüchte, hochwertiger Wermut, gute Bitters, das richtige Eis, präzise Zubereitung und natürlich das richtige Verhältnis der Zutaten.
Der Cocktail wird zum Handwerk
Heute ist Bartending längst eine eigene Handwerkskunst.
Techniken wie:
- Shaken
- Stirren
- Muddling
- Double Straining
- Fat Washing
- Clarification
- Infusion
- Fermentation
zeigen, wie vielfältig die moderne Cocktailwelt geworden ist.
Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, möglichst spektakuläre Drinks zu kreieren. Immer wichtiger werden auch Nachhaltigkeit und bewusster Umgang mit Zutaten. Zitrusschalen werden beispielsweise für Sirups oder Garnituren weiterverwendet. Obst und Kräuter werden vollständig genutzt. Hausgemachte Cordials und Sirups ersetzen teilweise industrielle Produkte. Und auch alkoholfreie Cocktails haben sich von der einfachen Alternativen zum eigenständigen Bereich der Barkultur entwickelt.
Warum Eis viel wichtiger ist, als du denkst
Ein kleiner Eiswürfel kann einen Cocktail stärker beeinflussen, als man zunächst vermuten würde. Denn Eis macht drei Dinge:
Es kühlt, es verdünnt und es verändert die Textur.
Beim Rühren oder Schütteln gelangt Wasser aus dem schmelzenden Eis in den Cocktail. Und genau diese Verdünnung ist wichtig. Ein Cocktail mit zu wenig Wasser kann alkoholisch und unausgewogen schmecken. Ein Cocktail mit zu viel Verdünnung wirkt dagegen dünn und langweilig. Deshalb ist Eis keine bloße Nebensache, Eis ist eine Zutat.
Warum Zucker und Säure den Unterschied machen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil vieler Cocktails ist das Gleichgewicht zwischen Süße und Säure.
Nehmen wir den Daiquiri. Rum allein wäre kräftig, Limettensaft bringt Säure, Zucker bringt Süße. Zusammen entsteht Balance.
Das gleiche Prinzip findet sich in zahlreichen Sour-Cocktails. Und genau deshalb muss ein guter Cocktail nicht möglichst kompliziert sein. Manchmal reichen drei oder vier Zutaten völlig aus. Die Kunst besteht darin, sie richtig aufeinander abzustimmen.
7 Cocktail-Fakten, die viele nicht kennen
1. Der Old Fashioned ist eigentlich ein sehr ursprünglicher Cocktailtyp
Die Kombination aus Spirituose, Zucker, Wasser und Bitters entspricht ziemlich genau hier frühen Definition des Cocktails.
2. Wermut ist ein wichtiger Bestandteil der Cocktailgeschichte
Martini, Manhattan und Negroni wären ohne aromatisierten Wermut kaum vorstellbar.
3. Bitters sind kleine Aromabomben
Ein paar Spritzer können einem Drink zusätzliche Würze, Bitterkeit und Tiefe verleihen.
4. Eis verändert den Geschmack
Nicht nur die Temperatur zählt. Auch die Verdünnung beeinflusst den fertigen Cocktail.
5. Cocktails waren schon früh ein internationales Phänomen
Obwohl die moderne Cocktailkultur stark mit den USA verbunden ist, entwickelten sich parallel weltweit unterschiedliche Trinktraditionen.
6. Viele Klassiker sind erstaunlich einfach
Daiquiri, Old Fashioned oder Negroni kommen mit weniger Zutaten aus.
7. Ein Cocktail ist nicht nur ein Rezept
Glas, Temperatur, Eis, Aroma, Garnitur und Präsentation beeinflussen das gesamte Erlebnis.
Die Cocktail-Grundfamilien

Wer sich intensiver mit Cocktails beschäftigt, merkt schnell: Viele Drinks sind gar nicht völlig einzigartig. Sie gehören bestimmten Cocktailfamilien an.
Sour
Spirituose + Zitrussaft + Süße
Beispiele: Daiquiri, Whiskey Sour
Old Fashioned
Spirituose + Zucker + Bitters + Wasser
Beispiel: Old Fashioned
Martini
Spirituose + aromatisierter Wein
Beispiele: Martini, Manhattan
Highball
Spirituose + alkoholfreier Filler
Beispiele: Gin Tonic, Whisky Highball
Julep
Spirituose + Zucker + Minze
Beispiel: Mint Julep
Als Tipp: diese Grundfamilien sind übrigens ein hervorragender Ausgangspunkt, wenn man selbst Cocktails entwickeln möchte.
Von der Cocktailgeschichte zur eigenen Home-Bar
Und jetzt wird es praktisch. Denn um gute Cocktails zu mixen, braucht man keine Bar mit 100 verschiedenen Flaschen. Mit einigen gut ausgewählten Spirituosen kann man bereits eine erstaunliche Anzahl klassischer Drinks zubereiten. Schaut dazu einfach in diesem Blog von uns.
- Gin: Damit lassen sich unter anderem Martini, Negroni, Gin Sour und Gin Tonic mixen.
- Rum: Daiquiri, Mojito und Mai Tai sind nur einige Beispiele.
- Whiskey: Old Fashioned, Manhattan und Whiskey Sour gehören zu den Klassikern.
- Tequila: Mit Tequila Blanco lassen sich beispielsweise Margarita und Paloma zubereiten.
- Vodka: Moscow Mule, Cosmopolitan oder Espresso Martini zeigen, wie vielseitig Vodka sein kann.
Dazu kommen einige wichtige Begleiter wie Orangenlikör, Wermut, Bitters, Zitrusfrüchte und Sirups. Und plötzlich ist die eigene Hausbar gar nicht mehr so kompliziert.
Eine kleine Zeitreise durch die Geschichte des Cocktails – ein Überblick
| Jahr / Zeitraum | Meilenstein |
|---|---|
| 1806 | Eine der frühesten bekannten Definitionen des Begriffs „Cocktail“ |
| 19. Jahrhundert | Bars und Cocktailkultur entwickeln sich vor allem in den USA |
| 1862 | Jerry Thomas veröffentlicht eines der bedeutendsten frühen Cocktailbücher |
| 1920-1933 | Prohibition in den USA |
| 1930er/40er | Cocktailkultur verbreitet sich international |
| 1950er/60er | Tiki- und tropische Cocktails erleben ihre große Zeit |
| 1970er/80er | Klassische Cocktailkultur verliert teilweise an Bedeutung |
| 1990er/2000er | Cocktail-Renaissance und Rückbesinnung auf klassische Rezepte |
| Heute | Klassiker, Craft Cocktails, moderne Techniken und alkoholfreie Drinks existieren nebeneinander |
Vom klassischen Rezept zum eigenen Signature Drink

Vielleicht ist genau das die schönste Entwicklung der Geschichte des Cocktails. Ein Rezept, das vor Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten entstanden ist, kann heute völlig neu interpretiert werden.
Ein anderer Rum. Eine andere Zitrusfrucht. Ein selbstgemachter Sirup. Ein besonderer Bitter. Ein anderes Glas. Oder einfach eine neue Idee.
So entsteht aus einem klassischen Rezept etwas Persönliches. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum Cocktails nie wirklich aus der Mode kommen. Sie lassen sich immer wieder neu erfinden.
Cocktails sind flüssige Geschichte
Wenn wir heute einen Negroni, Daiquiri oder Old Fashioned trinken, trinken wir also nicht einfach nur einen gemixten Drink.
Wir trinken ein kleines Stück Geschichte. Cocktails erzählen von amerikanischen Saloons, von Barkeepern und ihren Rezeptbüchern, von Prohibition und Speakeasies, von tropischen Träumen, von Hotelbars und vom modernen Craft-Bartending.
Und gleichzeitig sind sie erstaunlich demokratisch. Man braucht keine elegante Hotelbar und keinen Barkeeper mit 30 Jahren Berufserfahrung. Eine gute Spirituose, ein paar hochwertige Zutaten, etwas Eis und ein bisschen Neugier reichen aus.
Denn genau darum geht es beim Cocktail: Probieren, kombinieren, ausbalancieren und manchmal einfach etwas Neues wagen.
Und wer weiß, vielleicht steht der nächste Klassiker der Geschichte des Cocktails ja schon bei dir zu Hause in der Hausbar.
Welcher Cocktail-Typ bist du?
Jetzt wird es persönlich. Denn bei Cocktails gibt es mindestens genauso viele Vorlieben wie Geschmäcker. Während die eine ihren Drink am liebsten bitter und kräftig mögen, können andere gar nicht genug von frischen Früchten, Süße oder exotischen Aromen bekommen.
Also: Welcher Cocktail-Typ bist du?
Magst du es stilvoll, ausgewogen und zeitlos. Oder lieber mit Limette, Zitrone und frische Aromen? Du bestellst einen Cocktail und möchtest gedanklich direkt am Strand landen. Rum, Ananas, Kokos, Limette oder exotische Früchte dürfen gerne ins Glas. Oder probierst du gerne etwas Neues? Ein ungewöhnlicher Gin? Ein besonderer Likör? Ein Cocktail mit einer Zutat, die du noch nie verwendet hast?
Natürlich muss man sich nicht auf einen einzigen Typ festlegen.
Montag vielleicht Old Fashioned, Freitag Daiquiri und am Samstag ein komplett verrückter Signature Drink? Ich finde das ist alles vollkommen in Ordnung.
Denn genau das macht die Cocktailwelt so spannend. Es gibt nicht den einen richtigen Cocktail und auch nicht die eine perfekt Hausbar. Es geht darum, herauszufinden, was dir schmeckt.
Du möchtest deinen persönlichen Cocktail-Typ auch zu Hause ausleben? Dann findest du bei dasgibtesnureinmal.de eine große Auswahl an Spirituosen, Likören und Sirups, mit denen du deine Hausbar Schritt für Schritt aufbauen kannst. Stöbere einfach durch unsere Auswahl und lass dich inspirieren, vielleicht entdeckst du dabei sogar eine neue Lieblingsspirituose.
Und weil ein gutes Rezept nicht in der Schublade verschwinden sollte, teilen wir auch auf unseren Social-Media-Kanälen regelmäßig Cocktailideen, Rezepte und Inspirationen für deine nächste Runde an der Hausbar. Besonders auf Instagram findest du immer wieder neue Cocktailrezepte und Ideen zum Nachmixen.
Also: Folgen, abspeichern, Shaker bereithalten und vielleicht wird aus deinem nächsten Cocktail ja schon dein persönlicher Signature Drink.
Cheers, Eure Jessi

