Espresso Martini – Kaffee und Party verkuppelt

Espresso Martini: der Cocktail, der Kaffee und Party einfach miteinander verkuppelt

Es gibt Cocktails, bei denen man ziemlich genau weiß, was einen erwartet. Ein Gin Tonic zum Beispiel: Gin, Tonic, Eis – fertig. Beim Espresso Martini sieht die Sache schon etwas spannender aus. Er ist gleichzeitig Kaffee, Cocktail und irgendwie auch eine kleine persönliche Kampfansage an die Müdigkeit.

Denn seihen wir ehrlich: Wer hat sich nicht schon einmal gedacht, dass ein Espresso am Abend eine hervorragende Idee wäre? Und wer hat sich danach nicht gewundert, warum man um 2:37 Uhr plötzlich hochmotiviert ist, die komplette Küche zu putzen?

Beim Espresso Martini wird dieses Prinzip einfach konsequent weitergedacht: Kaffee trifft auf Wodka, Kaffeelikör und ein bisschen Süße. Das Ergebnis ist kräftig, samtig, aromatisch und erstaunlich gefährlich trinkbar. Ich persönlich finde genau diese Kombination so spannend. Der Espresso Martini wirkt auf den ersten Blick fast ein bisschen edel und zurückhaltend – bis man den ersten Schluck nimmt. Dann merkt man ziemlich schnell: Dieser Cocktail möchte nicht nur hübsch aussehen. Der hat durchaus etwas vor.

Was ist ein Espresso Martini eigentlich?

Der Espresso Martini ist ein moderner Cocktailklassiker auf Basis von Wodka, Espresso und Kaffeelikör. Dazu kommt je nach Rezept noch etwas Zuckersirup. Serviert wird er normalerweise in einem gekühlten Martiniglas oder Coupette-Glas. Charakteristisch ist seine wunderschöne, dunkelbraune Farbe und vor allem die cremige, feinporige Schaumkrone, die beim kräftigen Shaken entsteht.

Und genau hier liegt ein kleines Geheimnis des Espresso Martinis: Er wird nicht einfach gemütlich verrührt. Er wird ordentlich geschüttelt. Mit anderen Worten: Der Cocktail bekommt vor dem Servieren noch einmal sein persönliches Fitnessprogramm.

Durch das kräftige Shaken verbinden sich die Zutaten miteinander und der Espresso bildet zusammen mit den ätherischen Ölen und der Luft diese typische Crema-ähnliche Schaumkrone. Oben drauf kommen klassischerweise drei Kaffeebohnen. Warum drei? Dazu später mehr. Nur so viel vorweg: Es geht nicht darum, den Cocktail damit noch koffeinhaltiger zu machen.

Die Geschichte des Espresso Martini

Der Espresso Martini hat tatsächlich eine ziemlich schöne Entstehungsgeschichte. Er wurde in den 1980er-Jahren in London vom Barkeeper Dick Bradsell kreiert. Der Legende nach bestellte eine junge Frau an der Bar einen Drink, der sie zunächst wach machen und anschließend ordentlich in Feierlaune versetzen sollte.

Die genaue Formulierung wird heute in verschiedenen Varianten überliefert. Sinngemäß ging es um: „Ich möchte etwas, das mich wach macht und mich gleichzeitig umhaut.“

Eine Bestellung, die man vermutlich auch heute noch in einer gut besuchten Bar problemlos nachvollziehen kann. Bradsell kombinierte daraufhin Wodka, Espresso, Kaffeelikör und Zucker – und der Espresso Martini war geboren.

Ursprünglich war der Drink übrigens nicht unbedingt unter diesem Namen bekannt. Er wurde zunächst als Vodka Espresso beziehungsweise Espresso Vodka bezeichnet. Der Name Espresso Martini setzte sich später durch. Und ganz ehrlich: Der Name klingt einfach besser. „Einen Vodka Espresso, bitte“ klingt ein bisschen nach einer sehr langen Nacht im Büro. „Einen Espresso Martini, bitte“ klingt dagegen nach einer sehr guten Entscheidung.

Warum funktioniert die Kombination aus Kaffee und Wodka so gut?

Die Zutatenliste ist erstaunlich kurz. Trotzdem entsteht daraus ein Cocktail mit ordentlich Charakter.

Wodka

Wodka liefert die alkoholische Basis, ohne sich geschmacklich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Genau das macht ihn hier so praktisch. Er lässt dem Espresso und dem Kaffeelikör den großen Auftritt. Ein hochwertiger, sauberer Wodka ist deshalb eine gute Wahl. Man muss für einen Espresso Martini allerdings nicht unbedingt die teuerste Flasche aus dem Regal holen.

Espresso

Der Espresso ist natürlich der eigentliche Star. Er bringt Röstaromen, Bitterkeit, Säure und eine intensive Kaffeearomatik mit. Gleichzeitig sorgt frisch gebrühter Espresso beim Shaken für die charakteristische Schaumkrone.

Mein Tipp: Wenn möglich frisch zubereiteten Espresso verwenden. Instantkaffee hat in diesem Cocktail ungefähr die gleiche Wirkung wie ein Pappschirmchen auf einem wirklich guten Cocktail: Es geht irgendwie, aber warum sollte man?

Kaffeelikör

Der Kaffeelikör verbindet Espresso und Wodka miteinander. Er bringt Süße und zusätzliche Kaffeearomen ins Spiel. Klassischerweise wird häufig Kahlúa verwendet, aber natürlich gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen. Je nach Kaffeelikör kann der fertige Cocktail deutlich süßer, kräftiger oder aromatischer ausfallen.

Zuckersirup

Ob Zuckersirup notwendig ist, hängt stark vom verwendeten Kaffeelikör und vom persönlichen Geschmack ab. Ich würde deshalb nicht blind eine bestimmte Menge hineinschütten, sondern den Cocktail als Ausgangspunkt betrachten. Denn ein Espresso Martini darf ruhig eine gewisse Bitterkeit behalten. Zu süß wird er schnell zum flüssigen Kaffee-Dessert. Und das ist zwar nicht unbedingt schlecht – aber dann sollte man ihn auch genau dafür trinken.

Das klassische Espresso Martini Rezept

Jetzt aber genug Theorie. Wir kommen zum wichtigen Teil. Zum Shaker. Und zum Kaffee.

Ein Glas des Espresso Martini Cocktails.

Zutaten:

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 20 ml Kaffeelikör
  • 5-10 ml Zuckersirup, je nach Geschmack
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Dekoration

Zubereitung:

  1. Zuerst das Martiniglas oder die Coupette gut vorkühlen. Entweder einige Minuten ins Gefrierfach stellen oder das Glas mit Eis und etwas Wasser füllen und während der Zubereitung stehen lassen.
  2. Einen frischen Espresso brühen und kurz abkühlen lassen. Er muss nicht eiskalt sein, aber kochend heißt sollte er auch nicht direkt in den Shaker wandern.
  3. Wodka, Espresso, Kaffeelikör und je nach Geschmack etwas Zuckersirup in einen Shaker geben. Dann reichlich Eis dazugeben.
  4. Kräftig shaken. Nicht höflich schütteln. Nicht ein bisschen hin und her bewegen. Sondern wirklich ordentlich. Etwa 10-15 Sekunden kräftig shaken, damit der Cocktail gut heruntergekühlt wird und sich eine schöne Schaumkrone bildet.
  5. Den Cocktail durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen. Wer eine besonders feine und elegante Textur möchte, kann zusätzlich durch ein feines Sieb abseihen.
  6. Zum Schluss drei Kaffeebohnen auf die Schaumkrone legen.

Warum liegen eigentlich drei Kaffeebohnen auf dem Espresso Martini?

Die drei Kaffeebohnen sind mehr als nur Dekoration. Traditionell stehen sie für Gesundheit, Wohlstand und Glück. In der italienischen Kaffeekultur findet man diese Symbolik ebenfalls bei bestimmten Kaffeevarianten.

Beim Espresso Martini machen die drei Bohnen außerdem optisch einiges her. Und wenn wir ehrlich sind: Sie geben dem Cocktail diesen kleinen „Ich weiß genau, was ich tue“-Look. Selbst wenn man fünf Minuten vorher noch versucht hat, den Shakerdeckel mit Gewalt zu öffnen.

Der größte Fehler beim Espresso Martini

Wenn ich einen Fehler nennen müsste, der bei Espresso Martinis besonders häufig vorkommt, wäre es vermutlich: zu wenig shaken.

Der Espresso Martini lebt von seiner Textur. Wer nur kurz schüttelt, bekommt zwar einen Cocktail – aber eben nicht unbedingt den Cocktail, den man sich vorgestellt hat. Die Schaumkrone entsteht durch das kräftige Shaken. Gleichzeitig wird der Drink schnell heruntergekühlt und die Zutaten verbinden sich besser miteinander.

Der zweite häufige Fehler ist übrigens: zu viel Süße.

Kaffeelikör bringt bereits ordentlich Süße mit. Deshalb lohnt es sich, beim Zuckersirup zunächst sparsam zu sein. Nachsüßen kann man theoretisch immer. Einen übersüßten Espresso Martini wieder trocken zu bekommen, ist dagegen ungefähr so einfach wie einen einmal gesendeten WhatsApp-Text zurückzuholen, nachdem man ihn bereits bereut.

Welcher Wodka eignet sich für Espresso Martini?

Beim Wodka würde ich auf einen möglichst sauberen und milden Vertreter setzen. Schließlich soll er die anderen Zutaten nicht überdecken. Marken wie Absolut, Grey Goose, Belvedere oder Ketel One funktionieren beispielsweise sehr gut.

Wer einen etwas hochwertigeren Espresso Martini zubereiten möchte, kann natürlich auch zu einem Premium-Wodka greifen. Aber auch hier gilt: Der teuerste Wodka der Welt macht aus schlechtem Espresso keinen guten Espresso Martini.

Der Kaffee ist mindestens genauso wichtig wie die Spirituose.

Welcher Kaffeelikör passt am besten?

Kahlúa ist wahrscheinlich die bekannteste Wahl und funktioniert absolut zuverlässig. Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann aber auch andere Kaffeeliköre ausprobieren. Interessant wird es beispielsweise mit einem weniger süßen Kaffeelikör oder einer Variante mit besonders intensiven Röst- und Schokoladennoten. Dadurch verändert sich der gesamte Charakter des Cocktails. Und genau das macht den Espresso Martini so schön: Man kann mit relativ wenigen Zutaten erstaunlich viel experimentieren.

Espresso Martini Varianten

Der klassische Espresso Martini ist bereits ziemlich perfekt. Trotzdem spricht natürlich nichts dagegen, ein bisschen zu experimentieren.

Vanilla Espresso Martini

Ein Glas des Vanilla Espresso Martini.

Zutaten:

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 20 ml Kaffeelikör
  • 10 ml Vanillesirup
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Dekoration
  • optional: etwas Vanille zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Zuerst ein Martiniglas oder eine Coupette gut vorkühlen.
  2. Einen frischen Espresso zubereiten und kurz abkühlen lassen.
  3. Wodka, Kaffeelikör, Espresso und Vanillesirup in einen Shaker geben.
  4. Den Shaker großzügig mit Eiswürfeln füllen und alles kräftig für etwa 10–15 Sekunden shaken. Das sorgt nicht nur für die richtige Temperatur, sondern auch für die typische cremige Schaumkrone.
  5. Den Cocktail durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen. Für eine besonders feine Textur kann zusätzlich ein feines Sieb verwendet werden.
  6. Zum Schluss drei Kaffeebohnen auf die Schaumkrone legen. Wer möchte, kann noch etwas frisch geriebene Vanille darübergeben.

Tipp: Der Vanillesirup bringt zusätzliche Süße in den Cocktail. Wenn dein Kaffeelikör bereits sehr süß ist, kannst du zunächst nur 5 ml Sirup verwenden und anschließend nach Geschmack anpassen. So bleibt der intensive Kaffeegeschmack erhalten und der Cocktail wird nicht zu süß.

Salted Caramel Espresso Martini

Ein Glas des Salted Caramel Espresso Martini.

Zutaten:

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 20 ml Kaffeelikör
  • 10 ml Salted-Caramel-Sirup
  • 1 kleine Prise Meersalz
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Dekoration
  • optional: etwas Karamellsauce für die Glasdekoration

Zubereitung:

  1. Ein Martiniglas oder eine Coupette zunächst gut vorkühlen. Wer es besonders dekorativ mag, kann den Glasrand mit etwas Karamellsauce verzieren.
  2. Einen frischen Espresso zubereiten und kurz abkühlen lassen.
  3. Wodka, Kaffeelikör, Espresso und Salted-Caramel-Sirup in einen Shaker geben.
  4. Eine kleine Prise Meersalz hinzufügen. Nicht übertreiben – das Salz soll die Aromen unterstützen und nicht nach Salz schmecken.
  5. Den Shaker großzügig mit Eiswürfeln füllen und alles kräftig für etwa 10–15 Sekunden shaken. Durch das kräftige Shaken entsteht die typische cremige Schaumkrone des Espresso Martinis.
  6. Den Cocktail durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen. Für eine besonders feine Textur kannst du zusätzlich ein feines Sieb verwenden.
  7. Zum Schluss drei Kaffeebohnen auf die Schaumkrone legen. Wer möchte, gibt noch einen ganz dünnen Faden Karamellsauce über den Drink.

Tipp: Salted-Caramel-Sirup ist je nach Hersteller unterschiedlich süß und salzig. Deshalb würde ich zunächst mit 10 ml starten. Wenn du deinen Espresso Martini etwas süßer und dessertartiger magst, kannst du auf 15 ml erhöhen. Wer es dagegen intensiver nach Kaffee mag, bleibt bei 10 ml – dann kommen die Röstaromen des Espressos besser zur Geltung.

Geschmack: Cremig, intensiv nach Kaffee und angenehm süß mit einer feinen salzigen Karamellnote. Im Grunde ist es ein Espresso Martini, der beschlossen hat, zum Dessert zu werden.

Chocolate Espresso Martini

Kaffee und Schokolade sind ohnehin ein ziemlich unschlagbares Team. Mit etwas Schokoladenlikör wird aus dem klassischen Espresso Martini eine besonders cremige und dessertartige Variante – perfekt für alle, die sich beim Abendessen nicht zwischen Cocktail und Nachtisch entscheiden möchten.

Ein Glas des Chocolate Espresso Martini.

Zutaten:

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 20 ml Kaffeelikör
  • 15 ml Schokoladenlikör
  • 5 ml Zuckersirup, optional
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Dekoration
  • etwas Zartbitterschokolade für die Garnitur

Zubereitung:

  1. Zunächst ein Martiniglas oder eine Coupette gut vorkühlen.
  2. Einen frischen Espresso zubereiten und kurz abkühlen lassen.
  3. Wodka, Kaffeelikör, Schokoladenlikör und Espresso in einen Shaker geben. Wenn du es etwas süßer magst, zusätzlich 5 ml Zuckersirup hinzufügen.
  4. Den Shaker großzügig mit Eiswürfeln füllen und alles kräftig für etwa 10–15 Sekunden shaken. Das sorgt für die richtige Kühlung und eine schöne, cremige Schaumkrone.
  5. Den Cocktail durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen. Für eine besonders feine Konsistenz kannst du zusätzlich ein feines Sieb verwenden.
  6. Zum Schluss drei Kaffeebohnen auf die Schaumkrone legen und etwas Zartbitterschokolade fein darüberraspeln.

Tipp: Bei dieser Variante würde ich eher zu einem dunkleren Schokoladenlikör greifen. Die leicht herben Schokoladennoten harmonieren besonders schön mit den Röstaromen des Espressos und verhindern, dass der Cocktail zu süß wird. Wer es richtig schokoladig mag, kann zusätzlich einen dünnen Schokoladenrand am Glas anbringen.

Geschmack: Intensiv nach Kaffee und dunkler Schokolade, leicht süß, samtig und mit einer angenehmen Bitternote im Abgang. Oder anders gesagt: Ein Espresso Martini, der sich heimlich als Nachtisch verkleidet hat.

Coconut Espresso Martini

Kaffee trifft auf Kokosnuss – eine Kombination, die zunächst vielleicht etwas ungewöhnlich klingt, im Cocktail aber erstaunlich gut funktioniert. Die kräftigen Röstaromen des Espressos bekommen durch die exotische Kokosnote einen weicheren, leicht tropischen Charakter. Perfekt für alle, die ihren Espresso Martini gerne einmal auf die Insel schicken würden.

Ein Glas des Coconut Espresso Martini.

Zutaten:

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frisch gebrühter Espresso
  • 20 ml Kaffeelikör
  • 10 ml Kokoslikör
  • 5 ml Kokossirup
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Dekoration
  • optional: etwas Kokosraspel zur Garnitur

Zubereitung:

  1. Zunächst ein Martiniglas oder eine Coupette gut vorkühlen.
  2. Einen frischen Espresso zubereiten und kurz abkühlen lassen.
  3. Wodka, Espresso, Kaffeelikör, Kokoslikör und Kokossirup in einen Shaker geben.
  4. Den Shaker großzügig mit Eiswürfeln füllen und alles kräftig für etwa 10–15 Sekunden shaken. Das sorgt für die charakteristische Schaumkrone und kühlt den Cocktail ordentlich herunter.
  5. Den Cocktail durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen. Für eine besonders feine Textur kann zusätzlich ein feines Sieb verwendet werden.
  6. Zum Schluss drei Kaffeebohnen auf die Schaumkrone legen. Wer die Kokosnote auch optisch hervorheben möchte, kann zusätzlich ein paar fein geröstete Kokosraspel darüberstreuen.

Tipp: Kokoslikör und Kokossirup bringen beide Süße mit. Wenn du einen eher trockenen Espresso Martini bevorzugst, kannst du den Kokossirup einfach weglassen oder durch 5 ml ersetzen. Dadurch bleibt der Kaffee stärker im Vordergrund, während die Kokosnote trotzdem schön zur Geltung kommt.

Geschmack: Kräftiger Espresso und aromatischer Kaffeelikör treffen auf eine sanfte, tropische Kokosnote. Der Cocktail bleibt dabei angenehm intensiv und wird nicht zum klassischen Strandcocktail – eher zum Espresso Martini mit Hawaiihemd.

Espresso Martini für Weihnachten?

Warum eigentlich nicht? Gerade in der Weihnachtszeit darf ein Cocktail ruhig ein bisschen besonderer, gemütlicher und gerne auch etwas dekadenter sein. Und genau hier spielt der Espresso Martini seine Stärken aus. Die kräftigen Röstaromen des Kaffees passen wunderbar zu winterlichen Aromen wie Vanille, Zimt, Schokolade oder Karamell. Mit einem kleinen Twist lässt sich aus dem klassischen Espresso Martini deshalb ganz einfach ein festlicher Weihnachtscocktail zaubern.

Besonders lecker finde ich eine Kombination aus Espresso, Kaffeelikör und einem Hauch Vanille. Wer es noch weihnachtlicher mag, kann zusätzlich eine winzige Prise Zimt verwenden oder den Cocktail mit etwas geriebener Schokolade garnieren. Auch optisch lässt sich der Espresso Martini wunderbar in Szene setzen. Ein paar Kaffeebohnen auf der Schaumkrone, etwas Schokolade oder ein Hauch Zimt machen aus dem ohnehin eleganten Cocktail einen echten Hingucker auf der Weihnachtstafel. Und seien wir ehrlich: Nach dem Weihnachtsessen ist ein Drink, der gleichzeitig Kaffee, Dessert und Cocktail sein möchte, gar keine schlechte Idee.

Mein persönlicher Favorit für die Weihnachtszeit ist dabei die Vanilla-Version. Sie wirkt etwas weicher und süßer als der klassische Espresso Martini und passt mit ihrer feinen Vanillenote einfach hervorragend zu gemütlichen Winterabenden. Wer allerdings nach dem dritten Teller Weihnachtsessen schon genug von Süßem hat, kann es auch etwas kräftiger halten und beim klassischen Rezept bleiben. Denn manchmal braucht es an Weihnachten eben keinen Zimtstern mehr – sondern einen richtig guten Espresso Martini.

Wann trinkt man einen Espresso Martini?

Traditionell ist der Espresso Martini ein beliebter Drink für den Abend – häufig als Aperitif, Digestif oder als Cocktail für den späteren Verlauf einer Partynacht. Ich würde ihn persönlich eher als „Jetzt wird der Abend interessant“-Cocktail einordnen. Er passt perfekt zu Dinner-Abenden, Partys, Geburtstagen oder einfach zu einem gemütlichen Abend mit Freunden. Allerdings sollte man bei einem koffeinhaltigen Cocktail nicht vergessen, dass Alkohol und Koffein unterschiedliche Wirkungen haben. Der Espresso macht einen also nicht plötzlich nüchtern. Er sorgt höchstens dafür, dass man die Tatsache, dass man nicht nüchtern ist, noch etwas länger ignoriert.

Mein Fazit zum Espresso Martini

Der Espresso Martini ist für mich einer dieser Cocktails, die einfach Spaß machen. Er sieht elegant aus, schmeckt intensiv nach Kaffee, ist relativ unkompliziert zuzubereiten und bietet gleichzeitig unglaublich viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Vor allem aber verbindet er zwei Dinge, die wir vermutlich alle irgendwann einmal brauchen: Kaffee und Alkohol.

Ob das nun eine besonders vernünftige Kombination ist, darf jeder für sich entscheiden. Lecker ist sie auf jeden Fall. Mein persönlicher Tipp: Investiert lieber in einen richtig guten Espresso und einen guten Kaffeelikör, statt den Cocktail mit zehn verschiedenen Zutaten zu überladen. Der klassische Espresso Martini braucht erstaunlich wenig, um richtig gut zu sein. Und wenn der erste Versuch nicht sofort die perfekte Schaumkrone hat: keine Panik. Einfach weiter shaken. Schließlich gibt es schlimmere Probleme als einen Cocktail, den man noch einmal ausprobieren muss.

Wenn ihr noch Zutaten wie Wodka oder Sirup benötigt dann schaut doch mal bei dasgibtesnureinmal.de vorbei. Denn wir haben das Zeug dazu!

Cheers – und möge der Espresso stark und der Shaker niemals undicht sein.

Eure Jessi


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