Hot Toddy – Der heiße Whiskey-Cocktail, der kalte Tage gemütlicher macht

Hot Toddy

Draußen pfeift der Wind, die Regentropfen klopfen gegen die Fensterscheibe und die Heizung läuft auf Hochtouren. Eigentlich fehlt jetzt nur noch eine Decke, ein gutes Buch und etwas, das von innen für gemütliche Stimmung sorgt. Genau hier kommt der Hot Toddy ins Spiel. Dieser heiße Cocktail aus Whisky, Zitrone, Honig und warmen Wasser ist ein echter Klassiker für kalte Tage, unkompliziert, aromatisch und wunderbar wärmend.

Während andere bei Schmuddelwetter sofort von Sommerurlaub träumen, kann man es sich mit einem Hot Toddy auch zu Hause richtig gemütlich machen. Und seien wir ehrlich: Ein Getränk, für das man weder einen Cocktailshaker noch zehn verschiedene Zutaten benötigt, hat in der dunklen Jahreszeit ohnehin einen kleinen Sympathiebonus verdient.

Aber was steckt eigentlich hinter dem Hot Toddy? Welcher Whisky eignet sich am besten? Und wie gelingt der Klassiker, ohne dass er am Ende nach heißem Zitronenwasser mit einem Schuss Alkohol schmeckt? Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.

Was ist ein Hot Toddy eigentlich?

Der Hot Toddy ist ein heißer Cocktail, der traditionell aus Whisky, heißem Wasser, Honig und Zitronensaft besteht. Je nach Rezept kommen Gewürze wie Zimt oder Nelken hinzu. Manche Varianten werden mit etwas Ingwer verfeinert, andere setzen auf zusätzliche Süße oder einen kräftigeren Schuss Zitrone.

Das Schöne daran: Der Hot Toddy ist kein kompliziertes Barprojekt. Man braucht keine ausgefallenen Sirupe, keine besonderen Gläser und auch keine beeindruckende Sammlung an Barwerkzeugen. Eine Tasse, ein Löffel und ein paar gute Zutaten reichen völlig aus.

Geschmacklich verbindet der Cocktail mehrere Eigenschaften, die hervorragend zusammenpassen:

  • Whisky bringt kräftige, malzige, würzige oder rauchige Aromen mit.
  • Honig sorgt für eine weiche Süße und rundet die kräftigen Noten ab.
  • Zitrone bringt Frische und verhindert, dass das Getränk zu süß wirkt.
  • Heißes Wasser verbindet die Zutat<en und macht aus dem Ganzen einen angenehm warmen Drink.

Das Ergebnis ist ein aromatischer Cocktail, der je nach Whisky mild und süßlich oder würzig und intensiv ausfallen kann.

Mein persönlicher Favorit an dieser Kombination ist ihre Einfachheit. Man muss nicht erst eine halbe Hausbar aufbauen, um einen richtig guten Drink zuzubereiten. Allerdings sollte man sich nicht täuschen lassen: Gerade bei so wenigen Zutaten macht die Qualität jeder einzelnen Komponente einen Unterschied.

Woher kommt der Hot Toddy?

Die genaue Entstehungsgeschichte des Hot Toddy lässt sich nicht auf einen einzigen Moment zurückführen. Seine Wurzeln werden häufig mit Schottland und der britischen Trinkkultur in Verbindung gebracht. Der Name soll unter anderem mit dem Toddy-Getränk aus dem indischen Raum zusammenhängen, das traditionell aus vergorenem Palmensaft hergestellt wurde. Wie genau daraus der heute bekannte heiße Whisky-Cocktail wurde, ist allerdings nicht abschließend geklärt.

Fest steht, dass sich heiße Getränke mit Alkohol, Wasser, Gewürzen und Süßungsmitteln über lange Zeit in verschiedenen Regionen etabliert haben. In Schottland wurde Whisky zu einer naheliegenden Grundlage für solche Mischungen.

Mit der Zeit entwickelte sich der Hot Toddy zu einem beliebten Getränk für kalte Abende. Er passt schließlich hervorragend in eine Jahreszeit, in der man freiwillig mehrere Stunden auf dem Sofa verbringt und das Verlassen der Wohnung für eine unnötige Herausforderung hält.

Heute findet man den Hot Toddy in zahlreichen Varianten, vom schlichten Klassiker bis zur modernen Version mit Apfel, Ingwer oder winterlichen Gewürzen.

Welcher Whisky eignet sich für einen Hot Toddy?

Hier wird es interessant. Denn obwohl der Hot Toddy nur wenige Zutaten benötigt, kann die Wahl des Whiskys den Geschmack deutlich verändern.

Grundsätzlich gilt: Du musst für diesen Cocktail keine besonders teure Sammlerflasche öffnen. Ein guter, ausgewogener Whisky, dessen Aromen dir schmecken, ist völlig ausreichend. Gerade bei einem heißen Cocktail lohnt es sich, auf ein stimmiges Zusammenspiel mit Honig und Zitrone zu achten.

Bourbon: weich, süßlich und unkompliziert

Bourbon eignet sich hervorragend für einen milden Hot Toddy. Typische Aromen von Vanille, Karamell und süßlichem Getreide harmonieren wunderbar mit Honig.

Wenn du einen zugänglichen Cocktail bevorzugst, der weder zu rauchig noch zu würzig ist, ist Bourbon eine gute Wahl. Durch seine süßlichen Noten entsteht ein runder Drink, der auch Whisky-Einsteigern schmecken kann.

Mein Tipp: Bei einem Bourbon mit ausgeprägten Vanille- und Karamellaromen kannst du zunächst etwas weniger Honig verwenden. Nachsüßen geht schließlich immer, eine völlig überzuckerte Tasse lässt sich dagegen nur schwer retten.

Irish Whiskey: mild und angenehm weich

Auch Irish Whiskey funktioniert ausgezeichnet. Viele Abfüllungen sind weich, fruchtig und vergleichsweise unkompliziert im Geschmack.

Die Kombination mit Zitrone und Honig ergibt einen ausgewogenen Hot Toddy, bei dem keine einzelne Zutat zu sehr in den Vordergrund tritt.

Wer es mild mag, ist hier gut aufgehoben. Besonders für den ersten Versuch würde ich einen ausgewogenen Irish Whiskey wählen, statt direkt mit einer extrem kräftigen oder stark rauchigen Abfüllung zu experimentieren.

Scotch Whisky: von fruchtig bis rauchig

Natürlich darf auch schottischer Whisky nicht fehlen. Hier hast du besonders viele Möglichkeiten.

Ein fruchtiger Speyside-Whisky kann dem Hot Toddy Noten von Apfel, Birne oder Malz verleihen. Ein würziger Highland Whisky bringt mehr Tiefe mit. Und wer es kräftig mag, kann sogar zu einem rauchigen Islay Whisky greifen.

Gerade rauchiger Whisky kann spannend sein: Die rauchigen Aromen treffen auf die Süße des Honigs und die Frische der Zitrone. Das schmeckt deutlich intensiver als die klassische, milde Variante. Allerdings ist das Geschmackssache. Wenn du Rauch im Whisky nicht magst, musst du ihn auch nicht in die heiße Tasse einladen.

Muss es ein teurer Whisky sein?

Nein. Für einen Hot Toddy brauchst du keine seltene Abfüllung, die du sonst nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank holst. Ich würde einen Whisky wählen, den ich auch pur gern trinke und der genügend Eigengeschmack mitbringt, um neben Honig und Zitrone nicht unterzugehen.

Eine kleine Besonderheit am Rande: Wärme kann die Wahrnehmung von Aromen verändern. Deshalb kann ein Whisky im Hot Toddy anders wirken als im Tastingglas. Ein milder Tropfen kann plötzlich würziger erscheinen, während die rauchigen Noten eines Islay Whiskys eine ganz neue Richtung einschlagen.

Hot Toddy: Das klassische Rezept

Jetzt aber genug Theorie. Schließlich liest niemand einen Cocktailbeitrag, um anschließend hungrig beziehungsweise durstig vor einer Liste mit Zutaten zu sitzen. Für den klassischen Hot Toddy brauchst du nur wenige Dinge. Die Mengen ergeben ein Glas.

Ein Glas des klassischen Hot Toddy.

Zubereitungszeit: etwa 5 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Glas: hitzebeständige Tasse oder hitzebeständiges Glas

Zutaten:

  • 50 ml Whisky
  • 150 ml heißes Wasser
  • 1-2 TL Honig
  • 15 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 Zitronenscheibe zum Garnieren
  • Optional: 1 Zimtstange oder 1-2 Gewürznelken

Zubereitung:

  1. Wasser erhitzen: Erhitze das Wasser, bis es heiß ist. Es muss nicht sprudelnd kochen.
  2. Honig auflösen: Gib den Honig in eine hitzebeständige Tasse und füge das heiße Wasser hinzu. Rühre, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat.
  3. Zitrone hinzufügen: Presse die Zitrone frisch aus und gib den Saft dazu.
  4. Whisky eingießen: Füge den Whisky hinzu und verrühre alles vorsichtig.
  5. Abschmecken und garnieren: Probiere den Hot Toddy und passe die Süße oder Säure nach deinem Geschmack an. Garniere ihn mit einer Zitronenscheibe. Wenn du möchtest, ergänzt du eine Zimtstange oder ein paar Gewürznelken.

Lass das Getränk kurz auf eine angenehme Trinktemperatur abkühlen, bevor du den ersten Schluck nimmst.

Mein wichtigster Tipp: Sei beim Honig zunächst zurückhaltend. Ein Teelöffel ist ein guter Startpunkt. Wenn du es süßer magst, kannst du immer noch etwas hinzufügen. Die Zitorne sollte ebenfalls nicht untergehen, sie sorgt dafür, dass der Drink frisch bleibt und nicht wie eine flüssige Süßigkeit schmeckt.

Und bitte nicht vergessen: Heißes Wasser ist tatsächlich heiß. Wer den ersten Schluck nimmt, als wäre es ein lauwarmer Eistee, wird schnell daran erinnert.

So schmeckt ein richtig guter Hot Toddy

Ein guter Hot Toddy sollte ausgewogen sein. Der Whisky darf deutlich erkennbar bleiben, der Honig soll ihn abrunden und die Zitrone eine angenehme Frische beisteuern. Wenn der Drink zu süß schmeckt, fehlt möglicherweise etwas Säure. Ist er zu sauer, hilft eine kleine zusätzliche Menge Honig. Wirkt der Whisky zu dominant, kannst du etwas mehr heißes Wasser hinzufügen.

Hier lohnt es sich, ein wenig zu experimentieren. Schließlich hat nicht jeder dieselbe Vorstellung von einem gemütlichen Wintercocktail. Ich mag es, wenn der Whisky noch klar zu erkennen ist und die Zitrone für einen frischen Gegenpol sorgt. Zu viel Honig macht den Drink für meinen Geschmack schnell schwer. Gerade bei einem kräftigen Whisky finde ich es spannend, wenn die ursprünglichen Aromen noch durchkommen.

Die gute Nachricht: Du brauchst kein professionelles Cocktailwissen, um deinen persönlichen Lieblings-Hot-Toddy zu finden. Ein bisschen Probieren reicht.

5 leckere Hot-Toddy-Varianten für kalte Tage

Der Klassiker ist ein guter Anfang. Aber natürlich lässt sich der Hot Toddy wunderbar variieren. Je nach Stimmung darf es fruchtiger, würziger oder sogar ein wenig weihnachtlich werden. Übrigens hier findet ihr unsere Lieblingscocktails für Weihnachten.

Apple Hot Toddy – mit Apfel und Whisky

Apfel und Whisky passen hervorragend zusammen. Die fruchtige Süße des Apfels harmoniert mit den Malz-, Vanille- und Karamellnoten vieler Whiskys. Für diese Variante ersetzt du einen Teil des heißen Wassers durch naturtrüben Apfelsaft.

Der Apple Hot Toddy steht in einer winterlichen Landschaft vor einer Hütte.

Zutaten:

  • 50 ml Whisky
  • 100 ml heißes Wasser
  • 50 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 1 TL Honig
  • 10-15 ml Zitronensaft
  • 1 kleine Zimtstange

Zubereitung: Erhitze Wasser und Apfelsaft, ohne die Mischung stark kochen zu lassen. Löse den Honig darin auf und gib Zitronensaft sowie Whisky hinzu. Verrühre alles und garniere den Drink mit einer Zimtstange.

Das Ergebnis erinnert geschmacklich ein wenig an einen würzigen Bratapfel, nur eben in flüssiger Form. Ein sehr guter Kandidat für einen gemütlichen Herbstabend.

Ginger Hot Toddy – mit Ingwer und einer angenehmen Schärfe

Du möchtest etwas mehr Würze? Dann probiere Ingwer. Er sorgt für eine leicht scharfe, frische Note, die gut zu Whisky und Zitrone passt. Besonders schön funktioniert die Kombination mit einem Bourbon oder einem würzigen Scotch.

Der Ginger Hot Toddy vor dem Kamin.

Zutaten:

  • 50 ml Whisky
  • 150 ml heißes Wasser
  • 1-2 TL Honig
  • 15 ml Zitronensaft
  • 2-3 dünne Scheiben frischer Ingwer

Zubereitung: Gib den Ingwer in eine Tasse und übergieße ihn mit dem heißen Wasser. Lass ihn etwa drei bis fünf Minuten ziehen. Entferne die Scheiben bei Bedarf, löse den Honig auf und ergänze Zitronensaft und Whisky.

Wenn du den Ingwer intensiver schmecken möchtest, lässt du ihn etwas länger ziehen. Aber Vorsicht. Ingwer kann geschmacklich ordentlich mitreden. Das ist schließlich kein demokratisches Getränk, bei dem jede Zutat gleich viel Redezeit bekommt.

Cinnamon Hot Toddy – mit Zimt und winterlichen Aromen

Zimt gehört für viele Menschen einfach zur kalten Jahreszeit. Im Hot Toddy ergänzt er die süßlichen Aromen des Whiskys und sorgt für eine würzige Note.

Eine Tasse mit dem Cinnamon Hot Toddy auf dem Weihnachtsmarkt.

Zutaten:

  • 50 ml Whisky
  • 150 ml heißes Wasser
  • 1-2 TL Honig
  • 15 ml Zitronensaft
  • 1 Zimtstange
  • Optional: 1 Gewürznelke

Zubereitung: Gib die Zimtstange und gegebenenfalls die Gewürznelke in eine Tasse. Übergieße die Gewürze mit heißem Wasser und lass sie einige Minuten ziehen. Anschließend Honig, Zitronensaft und Whisky einrühren.

Wer möchte kann die Gewürze auch direkt beim Erwärmen des Wassers verwenden. Wichtig ist nur, dass sie nicht zu lange ziehen, damit die Gewürze den Drink nicht überlagern.

Diese Variante passt hervorragend in die Adventszeit. Sie funktioniert übrigens auch dann, wenn du bereits sämtliche Weihnachtsplätzchen aufgegessen hast und dir einreden möchtest, dass du nur noch etwas Warmes brauchst.

Honey & Orange Hot Toddy – fruchtig und aromatisch

Zitrone ist der Klassiker. Orange sorgt für eine etwas weichere, fruchtigere Alternative. Die Mischung schmeckt besonders gut mit einem Bourbon oder einem fruchtigen Irish Whiskey.

Ein Glas mit dem Honey & Orange Hot Toddy vor einer winterlichen Hütte.

Zutaten:

  • 50 ml Whisky
  • 120 ml heißes Wasser
  • 30 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1 TL Honig
  • 5-10 ml Zitronensaft
  • 1 Orangenscheibe

Zubereitung: Löse den Honig im heißen Wasser auf. Rühre Orangen- und Zitronensaft sowie den Whisky ein. Garniere den Cocktail mit einer Orangenscheibe.

Der Orangensaft bringt fruchtige Süße mit, während der kleine Schuss Zitrone für Balance sorgt. Wer es besonders aromatisch mag, kann etwas unbehandelte Orangenschale hinzufügen.

Smoky Hot Toddy – für Fans rauchiger Whiskys

Jetzt wird es kräftiger. Für diese Variante verwendest du einen rauchigen Scotch, beispielsweise einen Whisky von der schottischen Insel Islay. Die rauchigen Aromen treffen auf Honig und Zitrone. Dadurch entsteht ein Cocktail mit deutlich mehr Charakter als die milde Standardversion.

Ein Glas des Smoky Hot Toddy auf dem Wohnzimmertisch.

Zutaten:

  • 40-50 ml rauchiger Scotch Whisky
  • 150 ml heißes Wasser
  • 1 TL Honig
  • 15 ml Zitronensaft
  • Optional: eine kleine Zitronenzeste

Zubereitung: Löse den Honig im heißen Wasser auf. Gib den Zitronensaft und den rauchigen Whisky hinzu und verrühre alles gut. Garniere den Drink nach Wunsch mit einer Zitronenzeste.

Mein Rat: Fang mit einer ausgewogenen, nicht übermäßig süßen Mischung an. Bei stark rauchigen Whiskys kann der Eigengeschmack sehr präsent sein. Das ist für Rauchfans ein Genuss, aber nicht unbedingt die beste Wahl für jemanden, der normalerweise lieber milden Whisky trinkt.

Welcher Hot Toddy passt zu welchem Anlass?

Der Hot Toddy ist ein ziemlich vielseitiger Cocktail. Mit ein paar kleinen Anpassungen lässt er sich an unterschiedliche Situationen anpassen:

  • Nach einem langen Winterspaziergang: Der klassische Hot Toddy mit Honig und Zitrone ist unkompliziert und aromatisch.
  • Für einen gemütlichen Abend zu zweit: Die Apple-Variante mit Apfelsaft und Zimt bringt eine fruchtig-würzige Note mit.
  • Für die Weihnachtszeit: Zimt und Nelken machen den Cocktail besonders passend für die Adventszeit.
  • Für Whisky-Fans: Ein Smoky Hot Toddy ist eine interessante Möglichkeit, rauchige Abfüllungen anders zu erleben.
  • Für einen entspannten Abend mit Freunden: Stelle verschiedene Zutaten bereit und lass alle ihre eigene Mischung zusammenstellen.

Gerade die letzte Idee finde ich schön. Du kannst unterschiedliche Whiskys, Honig, Zitrone und Gewürze bereitstellen. So kann jeder herausfinden, welche Kombination ihm am besten schmeckt. Allerdings würde ich nicht gleich die komplette Sammlung seltener Whiskys auf den Tisch stellen. Gute Cocktails entstehen schließlich nicht dadurch, dass man möglichst viele teure Flaschen eröffnet.

Ist ein Hot Toddy ein gutes Getränk bei Erkältung?

Der Hot Toddy wird häufig als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen bezeichnet. Heiße Getränke können bei einer Erkältung angenehm sein und dazu beitragen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Auch Honig kann bei Husten lindernd wirken.

Trotzdem ist eine wichtige Unterscheidung nötig. Der Hot Toddy ist kein medizinisches Mittel gegen Erkältungen! Es gibt keine Grundlage dafür, Whisky als Behandlung einer Erkältung zu empfehlen.

Alkohol kann den Schlaf beeinträchtigen, den Körper zusätzlich belasten und in Kombination mit bestimmten Medikamenten problematisch sein. Wer krank ist, Medikamente einnimmt oder sich erholen möchte, sollte deshalb lieber auf die alkoholische Variante verzichten.

Die gute Nachricht: Du kannst dir eine ebenso gemütliche alkoholfreie Alternative zubereiten.

Alkoholfreier Hot Toddy

Eine Tasse mit dem alkoholfreien Hot Toddy.

Zutaten:

  • 200 ml heißes Wasser
  • 1-2 TL Honig
  • 15 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 2-3 dünne Scheiben frischer Ingwer
  • 1 Zimtstange
  • Optional: 30-50 ml naturtrüber Apfelsaft

Zubereitung: Übergieße Ingwer und Zimt mit heißem Wasser und lass alles einige Minuten ziehen. Entferne die Gewürze bei Bedarf. Rühre Honig und Zitronensaft ein und ergänze optional den Apfelsaft.

Fertig ist ein wohltuend warmen Getränk mit würzigen, fruchtigen und leicht säuerlichen Aromen, ganz ohne Alkohol. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig nicht geeignet. Bei Erkältungsbeschwerden, die sich verschlimmern oder länger anhalten, sollte man sich medizinisch beraten lassen.

Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung

Obwohl der Hot Toddy sehr einfach ist, gibt es ein paar Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen einem ausgewogenen Cocktail und einer eher enttäuschenden Tasse ausmachen.

  • Zu viel Honig: Honig ist wichtig für die Balance, sollte aber nicht alle anderen Aromen überdecken. Starte mit einem Teelöffel und süße bei Bedarf nach.
  • Zu wenig Zitrone: Ohne ausreichend Säure kann der Hot Toddy schnell schwer und eindimensional schmecken. Frisch gepresster Zitronensaft sorgt für Frische und hebt die Whisky-Aromen hervor.
  • Das Wasser ist zu heiß: Du musst das Wasser nicht sprudelnd kochen lassen. Sehr heißes Wasser kann außerdem dazu führen, dass du den Cocktail zunächst kaum trinken kannst. Gib dem Getränk kurz Zeit, auf eine angenehme Temperatur abzukühlen.
  • Ein Whisky, der nicht zum eigenen Geschmack passt: Ein rauchiger Whisky wird durch Honig nicht plötzlich mild. Wenn du Rauch nicht magst, wähle lieber einen fruchtigen Scotch, einen Bourbon oder einen Irish Whiskey.
  • Zu viel auf einem verändern: Wenn du zum ersten Mal einen Hot Toddy zubereitest, halte dich zunächst an das Grundrezept. Passe anschließend die Süße, Säure und Wassermengen an. So findest du schneller heraus, welche Veränderung dir wirklich gefällt.

Häufige Fragen zum Hot Toddy (FAQ)

Welcher Whisky ist am besten für einen Hot Toddy?

Bourbon, Irish Whiskey und viele schottische Whiskys eignen sich gut. Bourbon bringt häufig Vanille- und Karamellnoten mit, Irish Whiskey ist oft mild und fruchtig, während Scotch von malzig bis rauchig reichen kann. Entscheidend ist dein persönlicher Geschmack.

Kann man einen Hot Toddy auch ohne Honig machen?

Ja. Du kannst den Honig durch Ahornsirup oder einen anderen Süßungsmittel deiner Wahl ersetzen. Auch eine kleine Menge Zucker ist möglich. Geschmack und Süße verändern sich dadurch etwas.

Kann man einen Hot Toddy vorbereiten?

Am besten bereitest du ihn frisch zu. Da das Rezept nur wenige Minuten dauert, lohnt sich eine große Vorbereitung kaum. Wenn du mehrere Portionen servieren möchtest, kannst du Wasser, Zitronensaft und Honig vorbereiten und den Whisky erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.

Wie heiß sollte ein Hot Toddy sein?

Er sollte angenehm heiß, aber noch gut trinkbar sein. Das Wasser muss nicht kochen, und der fertige Cocktail sollte kurz abkühlen dürfen.

Ist ein Hot Toddy dasselbe wie ein Grog?

Die Getränke sind verwandt, aber nicht identisch. Ein Grog wird klassisch häufig mit Rum, heißem Wasser und Zucker zubereitet. Der Hot Toddy basiert dagegen oft auf Whisky und enthält typischerweise Honig und Zitrone. Die Rezepte unterscheiden sich je nach Tradition und Region.

Welches Glas eignet sich für einen Hot Toddy?

Eine hitzebeständige Tasse oder ein hitzebeständiges Glas ist ideal. Wichtig ist, dass das Gefäß für heiße Getränke geeignet ist. Eine normale, nicht dafür ausgelegte Glasflasche oder ein dünnes, kaltes Glas solltest du vermeiden.

Kann man einen Hot Toddy auch kalt trinken?

Du kannst die Zutaten natürlich kalt mischen. Dann handelt es sich geschmacklich jedoch eher um einen Whisky-Cocktail mit Zitrone und Honig als um den klassischen Hot Toddy. Für eine kalte Variante würde ich die Mengen neu abstimmen und den Honig gegebenenfalls in etwas warmen Wasser auflösen, bevor du ihn abkühlen lässt.

Fazit: Ein Klassiker für gemütliche Abende

Der Hot Toddy beweist, dass ein guter Cocktail weder kompliziert noch besonders extravagant sein muss. Whisky, Honig, Zitrone und heißes Wasser reichen aus, um einen aromatischen Drink zuzubereiten, der besonders in der kalten Jahreszeit seinen Reiz entfaltet.

Das Beste daran ist seine Vielseitigkeit. Mit Bourbon wird er weich und süßlich, mit Irish Whiskey angenehm mild und mit einem rauchigen Scotch deutlich kräftiger. Wer experimentieren möchte, kann mit Apfelsaft, Ingwer, Orange oder winterlichen Gewürzen immer wieder neue Varianten entdecken.

Mein Tipp: Fang mit dem klassischen Rezept an und taste dich langsam an deine Lieblingsmischung heran. Vielleicht wird es die fruchtige Apfelversion, vielleicht die würzige Variante mit Ingwer oder doch der kräftige Hot Toddy mit rauchigem Whisky.

Und wenn draußen wieder einmal das Wetter macht, was es möchte, gibt es zumindest einen guten Grund, es sich zu Hause gemütlich zu machen. Und wenn ihr dann feststellen müsst, dass der Whisky alle ist. Schaut mal bei dasgibtesnureinmal.de vorbei. Dort findet ihr viele verschiedene Whiskys die euch bequem nach Hause geliefert werden.

In diesem Sinne: Tasse in die Hand, Lieblingswhisky auswählen und den Abend genießen. Nur bitte nicht so schnell trinken, als wäre der Hot Toddy ein gewöhnlicher Shot. Das wäre ungefähr so, als würde man einen guten Whisky bei einer Verkostung einfach hinunterkippen, technisch möglich, aber irgendwie am Sinn der Sache vorbei.

Cheers, eure Jessi


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