- Weniger Umdrehungen, mehr Sommer – 7 Drinks für lange Nachmittage
- Was steckt eigentlich hinter dem Trend „Mindful Drinking“?
- Was macht einen guten Session-Drink aus?
- Der Spritz – Italiens schönster Beitrag zur Sommerrettung
- Der Americano – der unterschätzte Cousin des Negroni
- Vermouth & Tonic – der Geheimtipp, den Barkeeper längst kennen
- White Port & Tonic – Portugals bestgehütetes Sommergeheimnis
- Hugo 2.0 – weniger süß, mehr Sommer
- Alkoholfreier Gin & Tonic – aromatisch und erstaunlich gut
- Rum & Ginger Beer – ganz ohne Katerpotenzial
- Weniger Alkohol, mehr Sommer
- Die Session-Drink-Formel
- Der spannendste Trend: Low Alcohol statt No Alcohol
- Halber Alkohol, voller Geschmack
Weniger Umdrehungen, mehr Sommer – 7 Drinks für lange Nachmittage
Es gibt zwei Arten von Sommernachmittagen. Die einen enden mit einem entspannten Abendessen, guten Gesprächen und dem Gefühl, den Tag perfekt genutzt zu haben. die anderen beginnen mit einem „Wir trinken nur einen Aperitif“ und enden damit, dass man um 18 Uhr plötzlich sehr interessiert auf einer Gartenliege einschläft.
Früher gehörte das irgendwie dazu. Heute setzen immer mehr Menschen auf das, was unter dem Schlagwort „Mindful Drinking“ bekannt geworden ist. Bewusster genießen, weniger Alkohol trinken und trotzdem nicht auf Geschmack verzichten.
Eine gute Nachricht habe ich für euch, dafür muss niemand auf langweilige Getränke ausweichen. Zwischen spritzigen Aperitifs, aromatischen Wermuts und erstaunlich guten alkoholfreien Spirituosen ist gerade eine neue Generation von Drinks entstanden, die genau das kann. Sommer, Genuss und gute Laune, nur mit weniger Umdrehungen.
Was steckt eigentlich hinter dem Trend „Mindful Drinking“?
Zugegeben, als ich den Begriff Mindful Drinking zum ersten Mal gehört habe, klang das für mich nach einer dieser Lifestyle-Bewegungen, die nach drei Monaten wieder verschwinden. So wie jeder guter Vorsatz um 5 Uhr aufzustehen um vor der Arbeit noch Sport zu machen oder freiwillig kalt zu duschen. Zieht man eine Weile durch und dann… naja!
Tatsächlich steckt aber dem Mindful Drinking etwas ziemlich Einfaches dahinter. Bewusster trinken. Nicht unbedingt gar keinen Alkohol, sondern einfach weniger davon und dafür mit mehr Genuss.
Lange Zeit galt beim Ausgehen oft die unausgesprochene Regel: Wenn schon trinken, dann richtig. Heute verändert sich die Einstellung vieler Menschen spürbar. Man möchte am nächsten Morgen fit sein, Sport machen können, konzentriert arbeiten oder einfach den restlichen Tag genießen, ohne dass ein paar Drinks den kompletten Zeitplan übernehmen.
Dabei geht es den wenigsten um Verzicht. Eher um eine neue Balance. Statt drei starken Cocktails vielleicht ein leichter Aperitif. Statt der nächsten Runde Gin Tonic lieber ein leichter alkoholhaltigerer Drink, der geschmacklich trotzdem etwas zu bieten hat.
Und genau das ist einer der spannendsten Gründe für den Erfolg von Mindful Drinking: Die Auswahl war noch nie so gut wie heute.
Vor ein paar Jahren bedeutete alkoholfrei oft noch süße Limonade oder ein Wasser mit einer traurig wirkenden Zitronenscheibe. Inzwischen gibt es alkoholfreie Alternativen zu Gin, Rum-Alternativen, Bitter-Aperitifs und komplexe Botanicals, die geschmacklich erstaunlich nah an ihre alkoholischen Vorbilder herankommen.
Die Frage lautet also nicht mehr „mit oder ohne Alkohol?“, sondern eher „worauf habe ich heute Lust?“.
Und genau in dieser Grauzone zwischen klassischem Cocktail und komplett alkoholfreiem Drink fühlen sich Session-Drinks besonders wohl. Sie bieten Geschmack, Frische und ein kleines Feierabendgefühl, ohne dass man nach dem zweiten Glas automatisch in den Sonnenstuhl-Modus wechselt.
Was macht einen guten Session-Drink aus?
Der Begriff Session-Drink stammt ursprünglich aus der Bierwelt. Gemeint waren Biere mit weniger Alkohol, die man über einen längeren Zeitraum genießen konnte, ohne dass nach einem Glas bereits Feierabend war. Inzwischen hat sich das Konzept längst auf Cocktails und Aperitifs ausgeweitet.
Die Grundidee ist dabei erstaunlich simpel. Ein Session-Drink soll erfrischen, schmecken und den Moment begleiten, ihn aber nicht dominieren.
Gerade an heißen Sommertagen merkt man schnell, warum das sinnvoll ist. Während ein kräftiger Cocktail mit 20 oder mehr Prozent Alkohol oft schon nach dem ersten Glas ordentlich Wirkung zeigt, setzen Session-Drinks und Mindful Drinking Getränke auf eine leichtere Mischung aus Aromen, Eis, Sprudel und moderatem Alkoholgehalt.
Die meisten bewegen sich irgendwo zwischen alkoholfrei und etwa 10 Prozent Alkohol. Genug für ein kleines Urlaubsgefühl im Glas, aber meist deutlich entspannter als klassische Cocktail-Schwergewichte.
Ein guter Session-Drink erfüllt dabei meistens vier Kriterien:
Er ist erfrischend.
Wenn die Temperaturen steigen, gewinnt Frische gegen Stärke. Eis, Zitrusnoten, Kräuter und Kohlensäure spielen deshalb oft die Hauptrolle.
Er hat Charakter.
Weniger Alkohol bedeutet nicht weniger Geschmack. Bittere Aperitifs, Wermut, Kräuter und Botanicals sorgen dafür, dass auch leichte Drinks spannend bleiben.
Er funktioniert auch beim zweiten Glas.
Der wahre Test für einen Session-Drink: Man bestellt ihn nicht nur einmal. Er bleibt angenehm, ohne zu schwer oder zu süß zu werden.
Er passt zum Anlass.
Ein langer Nachmittag auf dem Balkon, ein Picknick im Park oder ein Abend mit Freunden verlangt nach anderen Getränken als eine Cocktailbar um Mitternacht.
Kurz gesagt: Session-Drinks sind die entspannte Antwort auf die Frage, wie man einen Sommertag genießen kann, ohne dass der Drink plötzlich zum Hauptdarsteller wird.
Und welche Getränke beherrschen diese Disziplin besonders gut? Hier habe ich sieben Kandidaten für euch, die beweisen, dass man für großen Geschmack nicht zwingend große Prozente braucht.
Der Spritz – Italiens schönster Beitrag zur Sommerrettung
Wenn es einen Drink gibt, der das Konzept Session-Drink und Mindful Drinking praktisch erfunden hat, dann ist es der Spritz. Er ist leicht, erfrischend, unkompliziert und macht genau das, was ein guter Sommerdrink tun soll. Er begleitet den Nachmittag, statt ihn vorzeitig zu beenden.
Warum er perfekt für heiße Tage ist
Der Alkoholgehalt bleibt durch Eis und Soda angenehm moderat, gleichzeitig sorgen Bitterstoffe und Zitrusnoten für genügend Charakter. Außerdem gilt: Je heißer der Tag, desto besser funktioniert ein gut gemachter Spritz.
Wir haben dem Aperol Spritz bereits einen eigenen Beitrag gewidmet. Schaut also gerne mal hier vorbei und erfahrt alles über das Thema Apeorl Spritz mit vielen tollen Rezepten, wie dem Frozen Aperol oder sogar einer Aperol Torte.
Klassischer Aperol Spritz

Zutaten:
- 9 cl Prosecco
- 6 cl Aperol
- 3 cl Soda Water
- Eiswürfel
- 1 Orangenscheibe
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas großzügig mit Eis füllen.
- Prosecco eingießen.
- Aperol hinzufügen.
- Mit Soda auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit einer Orangenscheibe garnieren.
Alkoholgehalt: etwa 10 %
Die etwas erwachsenere Variante: Select Spritz
In Venedig schwören viele statt Aperol auf Select. Der Drink ist etwas würziger, weniger süß und bringt mehr Kräuteraromen ins Glas.

Zutaten:
- 9 cl Prosecco
- 6 cl Select Aperitivo
- 3 cl Soda Water
- Eiswürfel
- grüne Olive oder Orangenzeste
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas großzügig mit Eis füllen.
- Prosecco eingießen.
- Select Aperitivo hinzufügen.
- Mit Soda auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit einer Orangenscheibe garnieren.
Geschmack: trockener, komplexer und etwas herber als Aperol.
Alkoholarme Alternative: Spritz Light
Für alle, die noch etwas weniger Alkohol möchten.

Zutaten:
- 6 cl Bitter-Aperitif auf Weinbasis
- 6 cl alkoholfreier Schaumwein
- 6 cl Soda
- Eis
- Orangenscheibe
Zubereitung:
Alles direkt im Glas auf Eis aufbauen und kurz umrühren.
Mein Sommer-Tipp: Das Wichtigste beim Spritz ist nicht die Marke, sondern die Temperatur. Ein lauwarmer Spritz ist wie ein Sonnenuntergang im Parkhaus, technisch möglich, aber niemand freut sich wirklich darüber.
Übrigens wir haben dem Thema Alkoholfreie Alternativen zum Aperol Spritz auch einen eigenen Beitrag gewidmet.
Der Americano – der unterschätzte Cousin des Negroni
Der Americano hat ein kleines Imageproblem. Wer ihn bestellt, bekommt oft die Frage: „Warum nicht gleich einen Negroni?“
Aber warum? Denn genau das macht den Americano zu einem perfekten Mindful Drinking Getränk. Er bringt fast die gleichen bitteren Kräuteraromen mit wie sein berühmter Verwandter, verzichtet aber auf den zusätzlichen Gin und bleibt dadurch leichter und erfrischender.
Klassischer Americano

Zutaten:
- 3 cl Campari
- 3 cl roter Wermut
- Soda Water zum Auffüllen
- Eiswürfel
- Orangenzeste oder Orangenscheibe
Zubereitung:
- Tumbler oder großes Glas mit Eis füllen.
- Campari und Wermut eingießen.
- Mit Soda auffüllen.
- Vorsichtig umrühren.
- Mit Orange garnieren.
Alkoholgehalt: etwa 8-10 %
Americano Rosato

Etwas fruchtiger und leichter.
Zutaten:
- 3 cl Aperitif Rosato
- 3 cl weißer Wermut
- Soda Water
- Eis
- Grapefruitscheibe
Zubereitung:
- Tumbler oder großes Glas mit Eis füllen.
- Aperitif Rosato und Wermut eingießen.
- Mit Soda auffüllen.
- Vorsichtig umrühren.
- Mit Grapefruit garnieren.
Geschmack: floral, fruchtig und sehr sommerlich.
Mein Sommer-Tipp: Der Americano ist der beste Beweis dafür, dass manchmal genau die Zutat fehlt, die man weglässt. In diesem Fall: Gin.
Vermouth & Tonic – der Geheimtipp, den Barkeeper längst kennen
Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal bewusst einen Wermut bestellt?
Für die meisten von uns fristet Vermouth ein Dasein als Nebendarsteller. Er steht im Regal, wird mal für einen Martini gebraucht und verschwindet danach wieder in der Versenkung. Dabei kann er auch ganz allein glänzen.
Genau deshalb ist Vermouth & Tonic einer meiner liebsten Mindful Drinking Getränke für den Sommer. Er ist automatisch, leicht bitter, angenehm frisch und wirkt irgendwie erwachsener als viele klassische Spritz-Varianten.
Das Schöne daran: Schon ein guter Vermouth bringt Kräuter, Gewürze, Zitrusnoten und oft eine feine Süße mit. Das Tonic übernimmt den erfrischenden Part und fertig ist ein leckerer Drink.
Klassischer Vermouth & Tonic

Zutaten:
- 5 cl roter Vermouth
- 10 cl Tonic Water
- Eiswürfel
- Orangenzeste
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit Eis füllen.
- Vermouth eingießen.
- Mit Tonic Water auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Orangenzeste garnieren.
Alkoholgehalt: etwa 5-7 %
Geschmack: Kräuter, Orange, leichte Bitterkeit, angenehme Süße.
Die sommerliche Variante mit weißem Vermouth
Weiße oder trockene Vermouths wirken oft noch frischer und leichter.

Zutaten:
- 5 cl weißer Vermouth
- 10 cl Tonic Water
- Eiswürfel
- Zitronenzeste
- optional ein Rosmarinzweig
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit Eis füllen.
- Vermouth eingießen.
- Mit Tonic Water auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Zitronenzeste und Rosmarinzweig garnieren.
Geschmack: zitrisch, kräutrig und wunderbar erfrischend.
Die alkoholarme Sprudel-Variante
Wer es noch leichter mag, kann einen Teil des Tonics durch Sodawasser ersetzen.

Zutaten:
- 5 cl Vermouth
- 5 cl Tonic Water
- 5 cl Soda Water
- Eiswürfel
- Zitronenzeste
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit Eis füllen.
- Vermouth eingießen.
- Mit Tonic Water und Soda auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Zitronenzeste garnieren.
Dadurch wirkt der Drink trockener und noch sommerlicher.
Warum Vermouth perfekt zum Mindful Drinking passt: Vermouth basiert auf Wein und liegt beim Alkoholgehalt meist deutlich unter klassischen Spirituosen. Gleichzeitig bringt er so viele Aromen mit, dass man nicht das Gefühl hat, auf etwas zu verzichten.
Mein Sommer-Tipp: Wenn du Gäste hast, stelle einfach eine Flasche roten und eine Flasche weißen Vermouth auf den Tisch, dazu Eis, Tonic und ein paar Zitrusfrüchte. die meisten werden neugierig fragen, was das eigentlich ist und spätestens nach dem ersten Glas verstehen, warum dieser Drink in Spanien und Italien längst zum Sommerinventar gehört.
White Port & Tonic – Portugals bestgehütetes Sommergeheimnis
Während wir hierzulande meist über Spritz, Hugo oder Gin Tonic sprechen, bestellt man in Portugal an einem heißen Nachmittag oft etwas ganz anderes: White Port & Tonic.
Und falls du gerade denkst: Portwein? Ist das nicht dieses süße Zeug, das man nach dem Essen aus winzigen Gläsern trinkt? Ja, genau das dachte ich auch lange.
Weißer Portwein hat allerdings eine ganz andere Seite. Kombiniert mit Tonic Water entsteht ein Drink, der frisch, leicht fruchtig und überraschend elegant wirkt. Irgendwo zwischen Aperitif, Spritz und Gin Tonic nur eben mit deutlich mehr portugiesischem Urlaubsgefühl.
Der klassische Portonic

Zutaten:
- 5 cl White Port
- 10 cl Tonic Water
- Eiswürfel
- Zitronen- oder Limettenscheibe
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit reichlich Eis füllen.
- White Port eingießen.
- Mit Tonic Water auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Zitrusfrüchten garnieren.
Alkoholgehalt: etwa 6-8 %
Geschmack: fruchtig, leicht nussig, zitrisch und angenehm trocken.
Die Kräutervariante

Zutaten:
- 5 cl White Port
- 10 cl Tonic Water
- Eiswürfel
- Zitronen- oder Limettenscheibe
- einen Rosmarinzweig
- oder ein paar Blätter frische Minze
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit reichlich Eis füllen.
- White Port eingießen.
- Mit Tonic Water auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Zitrusfrüchten, Rosmarinzweig und Minze garnieren.
Die Kräuter bringen zusätzliche Frische und machen den Drink noch sommerlicher.
Die Grapefruit-Version

Zutaten:
- 5 cl White Port
- 10 cl Dry Tonic
- Grapefruitscheibe
- Eiswürfel
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas mit reichlich Eis füllen.
- White Port eingießen.
- Mit Dry Tonic auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Grapefruitscheibe garnieren.
Etwas herber und besonders erfrischend an sehr warmen Tagen.
Warum dieser Drink so gut funktioniert: White Port besitzt genug Eigencharakter, um interessant zu bleiben, wirkt aber deutlich leichter als klassische Spirituosen. Zusammen mit Tonic entsteht ein Drink, der weder zu süß noch zu bitter ist. Eine Kombination, die erstaunlich selten gelingt.
Mein Sommer-Tipp: Falls du diesen Drink zum ersten Mal probierst, gönn ihm eine Chance. Viele erwarten etwas Schweres und Süßes und sind dann überrascht, wie frisch und unkompliziert er tatsächlich schmeckt.
Hugo 2.0 – weniger süß, mehr Sommer
Der Hugo hatte zeitweise ein ähnliches Schicksal wie manche Sommerhits: Erst liebte ihn jeder, dann wollte plötzlich niemand mehr zugeben, dass er ihn eigentlich immer noch mag.
Völlig zu Unrecht. Denn die Idee hinter dem Hugo ist nach wie vor großartig: Holunder, Minze, Sprudel und eine angenehme Leichtigkeit. Das Problem war selten der Drink selbst, sondern eher die Tatsache, dass viele Varianten irgendwann schmeckten wie flüssiger Holunderzucker.
Die gute Nachricht: Mit ein paar kleinen Anpassungen wird daraus wieder ein fantastsicher Session-Drink.
Hugo 2.0

Zutaten:
- 80 cl trockener Prosecco
- 2 cl Holunderblütensirup
- 4 cl Soda Water
- frische Minzblätter
- Limettenscheibe
- Eiswürfel
Zubereitung:
- Glas mit Eis füllen.
- Holunderblütensirup hineingeben.
- Prosecco und Soda hinzufügen.
- Minze leicht andrücken und ins Glas geben.
- Mit Limette garnieren.
Alkoholgehalt: etwa 5-7 %
Die alkoholfreie Variante

Zutaten:
- alkoholfreie Alternative zu Schaumwein
- 2 cl Holunderblütensirup
- Soda Water
- Minze
- Limette
- Eis
Zubereitung:
- Glas mit Eis füllen.
- Holunderblütensirup hineingeben.
- alkoholfreie Alternative zu Schaumwein und Soda hinzufügen.
- Minze leicht andrücken und ins Glas geben.
- Mit Limette garnieren.
Schmeckt fast genauso sommerlich und eignet sich perfekt für lange Nachmittage.
Ein kleine Trick vieler Bars: Hugo mit Gurke! Ein paar dünne Gurkenscheiben sorgen für zusätzliche Frische und nehmen etwas von der Süße.
Warum der Hugo geblieben ist: Weil er genau das liefert, was viele an heißen Tagen suchen: wenig Schwere, viel Frische und genügend Geschmack, um nicht langweilig zu werden.
Mein Sommer-Tipp: Weniger Sirup, mehr Minze. Das ist die einfachste Formel, um aus einem durchschnittlichen Hugo einen richtig guten Hugo zu machen.
Alkoholfreier Gin & Tonic – aromatisch und erstaunlich gut
Es gab eine Zeit, da war die Auswahl bei alkoholfreien Drinks überschaubar. Wer keinen Alkohol trinken wollte, bekam Wasser, Saftschorle oder etwas, das aussah wie ein Cocktail, geschmacklich aber eher an eine sehr motivierte Limonade erinnerte.
Zum Glück hat sich das geändert. Moderne alkoholfreie Gin-Alternativen setzen auf Kräuter, Gewürze und Botanicals wie Wacholder, Zitrusschalen, Rosmarin oder Kardamom. Genau die Aromen also, die viele Menschen am Gin eigentlich mögen, nur eben ohne den Alkohol.
Und auch den Gin & Tonic haben wir einen eigenen Beitrag gewidmet. Schau doch gerne mal hier vorbei.
Alkoholfreier Gin & Tonic

Zutaten:
- 5 cl alkoholfreie Gin-Alternative
- 10-15 cl hochwertiges Tonic Water
- Eiswürfel
- Zitronenzeste oder Grapefruitschale
Zubereitung:
- Glas großzügig mit Eis füllen.
- Alkoholfreien Gin eingießen.
- Mit Tonic auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit Zitruszeste garnieren.
Alkoholgehalt: 0 %
Die Kräutergarten-Version
Zutaten zusätzlich
- Rosmarinzweig
- Thymianzweig
- Gurkenscheiben
Ideal für alle, die ihren Drink gerne etwas aromatischer mögen.
Die Sommer-Version mit Grapefruit
Zutaten zusätzlich
- Grapefruitscheibe
- etwas Rosmarin
Leicht herb, frisch und perfekt für warme Nachmittage.
Mein Sommer-Tipp: Investiere lieber in ein gutes Tonic Water als in zehn verschiedene Garnituren. Beim Gin & Tonic, ob mit oder ohne Alkohol, entscheidet oft das Tonic darüber, ob der Drink solide oder großartig wird.
Rum & Ginger Beer – ganz ohne Katerpotenzial
Wenn von Session-Drinks und Mindful Drinking die Rede ist, denken viele sofort an Aperitifs, Spritz und Tonic-Varianten. Aber auch Fans kräftigerer Aromen müssen nicht leer ausgehen.
Alkoholfreie Rum-Alternativen haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Sie bringen Noten von Vanille, Gewürzen, Karamell und Holz mit. Genau die Aromen, die Rum so beliebt machen. Kombiniert mit würzigem Ginger Beer entsteht ein Drink, der erstaunlich viel Tiefe besitzt und trotzdem komplett alkoholfrei bleibt.
Rum & Ginger Beer

Zutaten:
- 5 cl alkoholfreie Rum-Alternative
- 12 cl Ginger Beer
- Saft einer halben Limette
- Eiswürfel
Zubereitung:
- Glas mit Eis füllen.
- Rum-Alternative eingießen.
- Limettensaft hinzufügen.
- Mit Ginger Beer auffüllen.
- Kurz umrühren.
Alkoholgehalt: 0 %
Die tropische Variante

Zutaten:
- 5 cl alkoholfreie Rum-Alternative
- 12 cl Ginger Beer
- Saft einer halben Limette
- Eiswürfel
- 2 cl Ananassaft
- Limettenzeste
Zubereitung:
- Glas mit Eis füllen.
- Rum-Alternative eingießen.
- Limetten- und Ananassaft hinzufügen.
- Mit Ginger Beer auffüllen.
- Kurz umrühren.
- Mit einer Limettenzeste garnieren.
Etwas fruchtiger, aber immer noch angenehm frisch.
Die Extra-Spicy-Version

Zutaten:
- 5 cl alkoholfreie Rum-Alternative
- 12 cl Ginger Beer
- Saft einer halben Limette
- Eiswürfel
- frische Ingwerscheibe
- etwas Limettenabrieb
Zubereitung:
- Glas mit Eis füllen.
- frischen Ingwer und Limettenabrieb hinzufügen.
- Rum-Alternative eingießen.
- Limettensaft hinzufügen.
- Mit Ginger Beer auffüllen.
- Kurz umrühren.
Für alle, die es gerne etwas würziger mögen.
Warum dieser Drink überrascht: Viele alkoholfreie Cocktails setzen auf Fruchtigkeit oder Süße. Rum & Gingegr Beer geht einen anderen Weg. Er ist würzig, komplex und wirkt fast wie ein klassischer Bar-Drink.
Mein Sommer-Tipp: Ginger Beer ist nicht gleich Ginger Ale. Für diesen Drink lohnt sich ein kräftiges, würziges Ginger Beer. Es bringt genau den Biss mit, der den fehlenden Alkohol vergessen lässt.
Weniger Alkohol, mehr Sommer
Mindful Drinking bedeutet also nicht, dass der Spaß auf der Strecke bleibt. Eigentlich passiert sogar das Gegenteil. Wer weniger Alkohol trinkt, entdeckt oft mehr Aromen, mehr Vielfalt und vor allem mehr Möglichkeiten, einen langen Sommernachmittag zu genießen.
Ob Spritz, Americano, Vermouth & Tonic oder alkoholfreie Alternativen auf Gin- oder Rumbasis. Die besten Mindful Drinking Getränke beweisen, dass guter Geschmack nicht in Prozent gemessen wird.
Die Session-Drink-Formel
Meine inoffizielle Formel für einen gelungenen Sommerdrink:
Weniger Alkohol + mehr Eis + etwas Sprudel + gute Zutaten = längerer Genuss
Natürlich ist das keine wissenschaftliche Formel. Aber sie erklärt ziemlich gut, warum Session-Drinks und Mindful Drinking gerade so beliebt sind.
Die meisten erfolgreichen Sommerdrinks haben nämlich erstaunlich viel gemeinsam:
- Sie sind gut gekühlt.
- Sie enthalten oft Kohlensäure.
- Sie setzen auf Kräuter, Bitterstoffe oder Zitrusaromen.
- Sie verzichten auf unnötig viel Alkohol.
- Man kann sie entspannt über einen längeren Nachmittag genießen.
Was viele vergessen: Eis ist eine Zutat
Über Eis spricht kaum jemand. Dabei entscheidet es oft darüber, ob ein Drink großartig oder nur okay schmeckt. Wer schon einmal einen lauwarmen Spritz getrunken hat, weiß leider genau, wovon ich spreche.
Große Eiswürfel schmelzen langsamer und halten den Drink länger kühl. Gleichzeitig sorgt die leichte Verdünnung dafür, dass sich Aromen besser entfalten können. Besonders bei bitteren Aperitifs oder Wermut ist das ein echter Vorteil. Deshalb gilt in vielen Bars ein einfacher Grundsatz:
Lieber zu viel Eis als zu wenig.
Das wirkt zunächst paradox, sorgt aber tatsächlich dafür, dass ein Drink länger kalt bleibt und weniger verwässert.
Ein weiterer Vorteil: Viel Eis macht einen Drink automatisch langsamer. Und genau das passt perfekt zur Idee des Mindful Drinking.
Der spannendste Trend: Low Alcohol statt No Alcohol
Wenn über bewussten Alkoholkonsum gesprochen wird, dreht sich vieles um alkoholfreie Getränke. Dabei passiert gerade etwas viel Interessanteres. Zwischen „voller Alkohol“ und „komplett alkoholfrei“ entsteht eine neue Kategorie: Low Alcohol. Also Getränke, die bewusst weniger Alkohol enthalten, ohne komplett darauf zu verzichten.
Das können sein:
- Aperitifs auf Weinbasis
- Vermouth & Tonic
- White Port & Tonic
- leichte Spritz-Varianten
- moderne Ready-to-Drink-Aperitifs mit reduziertem Alkoholgehalt
Der Gedanke dahinter ist simpel: Viele Menschen möchten gar nicht komplett verzichten. Sie möchten einfach länger genießen können.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Session-Drinks und Mindful Drinking aktuell so gut zum Lebengefühl vieler Menschen passen. Es geht weniger um Regeln und mehr um die Freiheit, selbst zu entscheiden, was gerade zum Moment passt.
Halber Alkohol, voller Geschmack
Wer vor ein paar Jahren von Drinks mit weniger Alkohol gesprochen hat, bekam oft mitleidige Blicke. Heute sieht die Sache ganz anders aus. Noch nie gab es so viele spannende Möglichkeiten, bewusster zu trinken, ohne dabei auf Geschmack, Genuss oder das besondere Ritual eines guten Drinks zu verzichten.
Ob Spritz, Americano, Vermouth & Tonic oder moderne alkoholfreie Alternativen. Die besten Session-Drinks zeigen, dass große Aromen nicht zwingend große Prozente brauchen. Und wenn dir zu deinem Drink noch der Vermouth, Prosecco, Saft oder Sirup fehlt, dann schau doch mal bei dasgibtesnureinmal.de vorbei. Denn wir haben das Zeug dazu!
Und vielleicht ist das die schönste Erkenntnis dieses Trends. Man muss sich nicht zwischen Genuss und Vernunft entscheiden. Manchmal reicht einfach ein gut gekühltes Glas, ein paar Eiswürfel und ein freier Nachmittag in der Sonne.
Denn am Ende ist der beste Sommerdrink nicht der stärkste. Sondern der, bei dem man sich nach dem zweiten Glas immer noch auf das dritte Kapitel des Tages freut.
In diesem Sinne, eure Jessi

